Nun ist COVID-19 auch bei uns angekommen. Ich, Judith, hatte bzw. habe einen schwereren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt. Die Erfahrung der Isolierung auf der Infektionsstation, die Gespräche mit dem Ärzt*innen- und dem Pflegeteam haben meinen Blick auf die Pandemie geschärft. Viele Menschen leiden unter massiven gesundheitlichen Folgeschäden nach einer Infektion und sind mit traumatisierende Erfahrungen auf Intensivstationen konfrontiert; Fachkräfte kommen an ihre Belastungsgrenzen. Auch wir stellen uns erneut die Frage, was Verantwortung in dieser Situation bedeutet – für uns persönlich und als Kollektiv. In unseren täglichen Hofrunden erörtern wir die Lage, passen Schutzmaßnahmen an und teilen, wie es uns geht in der Quarantäne.

 Um die Zeit der Isolierung gemeinsam zu meistern, gibt’s jeden Tag Ballspiel im Hof mit extra großem Abstand und extra viel Schokolade.